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Mantrailing bzw. spezifische Personensuche:           "Verlauf dich ruhig, aber lass einen Geruchsträger da."
Mantrailing  ist die Suche mit einem Hund nach einer Person unter Verwendung ihres  Individualgeruchs. Somit kann die häufige Frage, ob ich denn dem Hund  einen Socken von der vermissten Person vor die Nase halten würde, damit  er weiß, wen er suchen soll, beim Mantrailing endlich einmal mit „Ja!“ beantworten werden.
Der  Mantrailer sucht, anders als der Flächensuchhund, immer eine ganz  bestimmte Person. Er erhält den Suchauftrag anhand eines Gegenstandes,  an dem im Idealfall nur der Geruch der vermissten Person haftet. Die  Suche beginnt meist dort, wo die Person ganz sicher das letzte Mal  gesehen wurde. Der Hund sucht die Person anhand ihrer Spur – der Spur des Individualgeruchs, welcher sich aus den Stoffwechselprodukten, dazu  zählen u.a. Hormone, Schweiß etc., zusammensetzt. Wieso  hinterlässt der Mensch eine Geruchsspur? - Der Mensch besteht aus  Trillionen von Zellen. Im Zellkern befindet sich die DNA, diese codiert  den individuellen Bauplan eines Individuums. Zellen haben je nach  Zelltyp eine begrenzte Lebensdauer, danach werden sie abgestoßen. Der  Mensch verliert pro Minute ca. 40.000 Hautzellen.
Die  im Mantrailing ausgebildeten Hunde verfolgen diesen Individualgeruch  des Menschen anhand dieser mikroskopisch kleinen Zellverbände. Sie  können sie von der Spur anderer Menschen unterscheiden und ihr auch  durch bewohnte Gebiete folgen. Witterung, Untergrund, Wind, Alter der  Spur, Ausbildungsstand und Rasse bestimmen neben vielen weiteren Faktoren den Schwierigkeitsgrad der zu verfolgenden Spur und beeinflussen so die Wahrscheinlichkeit, ob der Hund die ihm gestellte  Aufgabe lösen kann oder nicht. Die Ausbildung ist sehr umfangreich. Neben den Schwierigkeiten, die dem  Hund auf der Spur begegnen, muss sichergestellt werden, dass der Hund  nur die aufgezeigte Spur verfolgt. Auch unter Ablenkung muss der Hund in  der Lage sein, die richtige Person anhand des Geruchbildes zu  identifizieren. Er muss zeigen, wenn er die Spur verloren hat, sie auf  einmal endet (Person ist in ein Transportmittel wie Bus oder Auto gestiegen) oder es am angesetzten Punkt gar keine Spur von der  vermissten Person gibt. Ablenkungen wie Personenverkehr, andere Hunde oder Wild dürfen ihn nicht an der Erfüllung seiner Aufgabe hindern.
Auch  der Hundeführer muss sich intensiv mit und ohne seinen Hund  weiterbilden. Neben Kenntnissen über Thermik und Witterungseinflüsse  muss er in der Lage sein, seinen Hund ausgesprochen gut zu lesen und  sich vollständig auf ihn zu verlassen. Er muss die Ausbildung so  gestalten, dass der Hund von Anfang an selbst die zum Erfolg führenden Entscheidungen trifft, da er im Ernstfall niemals auf die Unterstützung durch den Hundeführer hoffen kann. – Ganz im Gegenteil, wir sind auf  unseren Hund angewiesen…
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